20150212

Analog. Endlich. Rio de Janeiro, Porto Seguro und Salvador.



Eigentlich ist es widernatürlich, analoge Fotografien zu digitalisieren. Ich habe diese Bilder auf der Nordostreise im Dezember geschossen. Meine Lomokamera ist eine 'Spezial-Panoramafotografie-Lomo-Kamera', deshalb das schöne Format der Bilder. Ich will wieder zurück.


 


 Dies ist eine Doppelbelichtung, aufgenommen in Salvador. Man kann Bl sehen, der von einer alten Brasilianischen Frau überrumpelt wird und für einen Euro (oder so) eine Lebensnotwendige und äußerst wichtige Segnung angedreht bekommt. Außerdem sieht man die Schüssel, die die Frau in den Händen hält und welche die Utensilien für die lebensnotwendige und äußerst wichtige Segnung beinhaltet. Die Segnung läuft folgendermaßen ab: zuerst wedelt die Frau mit einem Kräuterstrauß ein Kreuz in die Luft, anschließend parfümiert sie Bl mit einem seltsam riechenden Parfum und bewirft ihn mit einigen der Kieseln, die in der Schüssel liegend nur darauf warten, arme, hilflose Touristen zu segnen. Dann ist Bl ein gesegneter Mensch, überreicht ihr wiederwillig das Geld und wir spazieren weiter in richtung Kirche.
Schildkrötenschutzprojekt 'Tamar' in Salvador














 



Das ist das Stadion in Rio de Janeiro, welches extra zur Weltmeisterschaft gebaut wurde. Sie mähen den Rasen dort täglich. Für das Mähen des ganzen Rasens braucht der Ober-Spezial-Rasenmähmann ungefähr einen Tag. Es passiert außer Rasenmähfahrten und Touristenführungen also reichlich wenig dort. ▼

20150203

Can I take you home, We can go anywhere you wanna go

Ich bin vor kurzem: von bösartig und blutrünstigen Piranhas aufgefressen worden, nachdem man mich aus versehen, während ich gerade in einer Favela von einem verrückten Müllsammler mit einer gefundenen Pistole am linken Ohr gepierct wurde, für einen mit Kokain handelnden korrupten Politiker hielt und in einen Pappkarton steckte, welcher ins Amazonasgebiet versendet wurde, wo er von tollwütigen, Samba tanzend und karg bekleideten Affen gefunden und sofort in ein Opferungsritual der benachbarten Indianern -mit einem Bund Bananen in der Hand und einer Liane um den Hals gezwirbelt- eingebunden wurde, was dazu führte, dass ich nach einigen Stunden über einen am Dschungelboden liegenden Fußball stolperte und direkt in einen reißenden Fluss namens Amazonas geworfen wurde, das Resultat dieser Folge kann man im ersten Satze dieses (bereits umwerfend logischen) Artikels erfahren.

Haha, Scherz. Ich weiß, IHR ALLE seid gerade von meiner atemberaubend spannenden Story zu Tränen gerührt. Es tut mir leid, diese Illusion nun aufdecken zu müssen und den wirklichen Grund meiner (fünfundzwanzig-tägigen) Abwesenheit preiszugeben... 


Eine kleine Information am rechten Rande:
Der erste Absatz dieses Eintrags ist
einer meiner Rekorde 
in Bezug auf
eeeeeeeeeeewwwwwwwiiiiiggg
lange Sätze, und ich bin wirklich
sehr, sehr stolz darauf!

Eine zweite Information am rechten Rande
 Ich sollte mir eigentlich den
 Atemberaubenden, Glitzernden Orden
verliehen durch Gerechtigkeit und Sieg für
den omniösten, längsten Satz der Welt
verleihen...


In Wahrheit habe ich: einen dreiwöchigen Besuch in einer -laut May- 'kleinen' (Vierunddreißigtausendfünfhundertunddreiundfünfzigtausend Einwohner beinhaltenden) Stadt im Irgendwo des Süden Brasiliens. 

Diese laut May 'kleine' Stadt ist: wie für mich persönlich geschaffen, da Erstens: dort alles zu Fuß zu erreichen ist und man ohne Gedanken an  Überfälle oder Raubzüge auf der Straße spazieren kann, Zweitens: der Beiname dieses Städtchen "Stadt der Äpfel" ist und die Hälfte der Stadt (okay, ein bisschen übertrieben...) aus Apfelbäumen besteht. (Alle die mich im letzten Jahr erlebt haben, wissen, dass mein Apfelkonsum normalerweise auf fünf Äpfel pro Tag kommt. Ich fühlte mich also wie zuhause.), Drittens: gibt es viel Natur in der Stadt der Äpfel.
Und außerdem lebt May mit ihrer Familie dort ♥.

May kam direkt aus: Österreich und ich erwartete sie am Flughafen. Anschließend fuhren wir sofort in ihre Stadt. Wir kamen dort am Tag darauf an, weil die Distanz zwischen Porto Alegre und der 'Stadt der Äpfel' 'eh nur' beträgt...

Was ich mit May erlebt, gemacht und gedacht habe: ist so viel und so wunderbar, dass dies hier ein zu umfangreicher Eintrag werden würde. Einige der beinhaltenden Themen meines nächsten Eintrags werden also wohl Batman, Fische, singende Schneemänner und Kuchen sein..

Ich bin vor: drei Tagen wieder heimgekommen. JA, ja ja, macht mir keine Vorwürfe, ich weiß, ich hätte meine Responsabilität als Bloggerin halten und gleich nach meiner Ankunft einen dieser das Leben endlich mit Sinn erfüllenden Einträge schreiben sollen.
Tja.
Leider war ich an den Tagen zu beschäftigt damit, zu schlafen oder mich künstlerisch zu betätigen. In den Nächten musste ich Wichtigkeiten wie reden, 'bis-um-Sechs-uhr-morgens-mit-Freunden-Risiko-spielen', Lesen oder Pizza-die-vier-verschiedene-Pizzasorten-auf-einer-Pizza-vereint-und-von-der-eine-Pizzasorte-die-wunderbare-Idee-von-Schokoladenpizza-verwirklicht-essen.

Ich habe jetzt außerdem einen: Gastbruder. Juhuu!!. Er ist mit May am zehnten Jänner aus dem fernen und mysteriös verschneiten Österreich angereist, und lebt nun wieder in Brasilien. Außerdem hat er die sagenhafte Angewohnheit, sein Deutsch mit Wiener Kult-Slang-Wörtern wie 'Ur' zu verschmutzen ♥.

Ich höre gerade: zum siebenundzwanzigsten mal (das ist wirklich nicht übertrieben sondern es sind ganz genau siebenundzwanzig Male) das Lied 'Grizzly Bear' von Angus & Julia Stone.



Ru hat es mir heute empfohlen und ich dachte nicht, dass es so gut sein würde. Es ist aber enorm so-gut und ich liebe es und habe gerade zum achtundzwanzigsten mal die Wiedergabe-Taste gedrückt. Grizzly Bear ist DAS Lied, das ich heute brauchte, und ich bin überartig glücklich über die Entdeckung dieser Musik.

Drang zu schlafen: Ist gerade überwältigend und es ist viertel-vier (ich muss meinen Wortschatz jetzt auf Wienerisch ausweiten) und ich habe noch immer Ferien und sie werden leider schon in sechzehn Tagen enden und das ist schade und ich schreibe schon wieder einen langen Satz und es ist mir egal denn ich werde jetzt gleich aufhören zu schreiben und diese Neuigkeit solltest du als ansporn und aufmunterung sehen, trotzdem weiterzulesen, obwohl dieser Satz schrecklich ist und mich jeder von Grammatikbesessenheit befallene Mensch jetzt warscheinlich grausam und zäh in den Tode befördern möchte und ich bin froh dass sich gerade kein von Grammatikbesessenheit befallener Mensch in meinem Zimmer befindet, außer unter meinem Bett, man weiß ja nie, aber ich gehe nicht davon aus, und ich werde vor dem schlafen noch unter mein Bett sehen ob sich dort womöglich nicht doch ein von Grammatikbesessenheit befallener Mensch mit einem tollwütig und stehts zum morden aufgelegten Piranha in der Hand befindet weil ich will echt nicht, dass der erste Satz meines Artikels wahr wird denn das wäre ziemlich tragisch und ihr könntet keine von mir geschriebenen langen Sätze mehr lesen was herzzerreißend traurig wäre und ich höre noch immer Grizzly Bear von Angus & Julia Stone und dieses Lied ist arg leiwand. ▼

20150109

Yesterday I was feeling like an Artist




 
Yesterday I was feeling like an Artist. Like an awesome creative mind who drinks coffee all day long and lives in his own universe consisting of eyeballs and pizzadrawings and spacecats and feminism and black matt nailpolish and collage making and Wes Anderson movies and indie rock and cutting magazines and stitching crazy things on a white crazy overall and loving unicorns and rainbows and anarchy for the win and old books with zany drawings and writing shoddy english texts even if you're fucking Austrian and not caring what other people think of you 'cause you know, you're an Artist and they won't ever ever EVER understand how your freaky brain works.
And I was feeling like this was me and nothing else and I wished I had blue hair and in my imagination I had and that was awesome. And I was sewing more freaky things on my dungarees and drawing Medusas on it and watching Moonrise Kingdom for the third time just because I can and because I feel like this brilliantly spacy Artist. And I breaded my hair in a great way and it looked pretty cool though it was not blue and I listened to the Rolling Stones and Nico and The Velvet Underground and also this one song, Le temps d'amour of the Moonrise Kingdom Soundtrack which is great and they play it in this one scene where Sam and Suzy kiss the first time. 
And I drank more coffee and loved my overall and got more inspiration and now I feel like the luckiest, most awesome and fucking freakiest Artist in my own universe, which, I already told you, contains pizzacats and spaceunicorns and indieeyerockballs and all those awesome things. And me of course.
And in front of my eyes is one of those yellow filters like they used for 'Moonrise Kingdom' and 'The Royal Tenenbaums' and it makes me see the world in this great way and everywhere is art and adventure and inspiration. And no, I'm not stoned or drunk or something else. I'm just feeling so much artist. ▼





20150104

Premiere Zweitausendundfünfzehn/Hildegard lebt!!

Es ist vollbracht: Zweitausendvierzehn ist Vergangenheit, Zweitausendfünfzehn gegenwart, und Hildegard lebt.

Hildegard ist: das wunderbarste Projekt des deutschen Medienzirkus' und eigentlich der ganzen Welt. Oder zumindest fast. Du kannst dich HIER selbst davon überzeugen.www.hildegardmagazin.blogspot.com

Eine kleine Information am rechten Rande:
Wenn du gerade gar nicht reißt, was dieses 'Hildegard'
in den schönen großen Buchstaben soll,
 klicke auf den obigen Link,
(oder wenn du gerade deinen 'faulen Sonntag' hast, klicke HIER
anschließend auf einen Artikel des wunderbar-famosen
 Online Magazin HILDEGARD, und scrolle bis nach unten.
Du wirst weise Antworten finden,
auf all deine Fragen und noch mehr.

Noch eine Information am rechten Rande:
Es tut mir leid, dass ich hier eigennützige
Werbung betreibe.
Aber Hildegard ist exzellent und leiwand.


Drang zu Schlafen: Ist nicht groß, aber natürlich stets allgegenwärtig und immer Bereit, die Herrschaft über mich an sich zu reißen. In den letzten Tagen habe ich so lange geschlafen, dass ich mir manchmal ernsthafte Sorgen mache, aber ich hoffe, ich kann meinen Schlafkonsum auf die Hitze, die allgegenwärtig ist wie der Drang zu Schlafen, schieben.

Drang zu Essen: wird gerade von Sekunde zu sekunde stärker, da mein von einer brasilianischen traurigen in Käfighaltung lebender Zuchthenne gelegtes pracht-Hühnerei gerade fröhlich im Wasser köchelt und sehnsuchtsvoll darauf wartet, von mir verzehrt zu werden.

In letzter Zeit überlege ich, aufzuhören, Eier zu essen, weil fast ALLE Eier hier aus Käfighaltung stammen. Und das ist mehr als unfair. Aber ich glaube, meine Gasteltern würden mich zur Adoption freigeben wollen, wenn ich jetzt nicht nur Fleisch abweisen, sondern auch noch Eier verschmähen würde... Es tut mir so leid, brasilianische traurige in Käfighaltung lebende Zuchthenne!!!

Ich höre gerade: (Natürlich und gar nicht anders zu denken)



Ich habe gestern (und eigentlich generell in letzter Zeit viel): Einen Film geschaut. Der Titel des gestrigen Films war und ist  'O Fisico' (Es gibt bestimmt einen deutschen Titel dafür, aber der ist mir derzeitig noch unbekannt). 'O Fisico' ist manchmal ziemlich kitschig, manchmal für heutige Verhältnisse brutal (es werden Zähne mit klempnerzangenartigen Objekten gezogen und Zehen mit Sägen abgetrennt), manchmal werden schöne Landschaftszüge gezeigt. Er war ganz gut. Vor allem die Kleidungen und Stoffe der mitspielenden Araber sind schön.

Silvester habe ich zu hause mit Verwandten, Bekannten, Freunden und Weintrauben verbracht. Außerdem mit Tanzen, Essen, in die Zukunft planen, Sekt, Lachen und unter-Tische-Klettern-und-sieben-Weintrauben-essen-wobei-man-sich-bei-jeder-Weintraube-etwas-wünschen-darf. Ich habe keine einzige Rakete gesehen (außer im Fernsehen, wo die Fernsehsender entzückt waren, weil irgendetwas von dem riesen-Feuerwerk in Rio de Janeiro/Sao Paulo Feuer fing und zu brennen bekann und ganz Brasilien in Aufregung geriet). Ich trug roten Lippenstift und hatte andauernd paraonide Anfälle und Panik davor, beim Essen all das Rot in mein Gesicht zu verschmieren oder beim Trinken Lippenstiftränder am Glas zu hinterlassen. Ich denke, ich sah einigermaßen psychopathisch aus bei meiner Art, Nahrung aufzunehmen an diesem Abend..
Aber es war wirklich schön.!!♥

Am Silvestermorgen habe ich: meine für immer und ewig und bis der Tod uns scheidet favorisierte 'Sendung mit der Maus'  geschaut. Ich habe sie jetzt schon eeeeewig nicht mehr gesehen und eigentlich nur auf Aj's Empfehlung eingeschaltent. Das 'Shaun das Schaf'-Filmchen am Ende war wunderbar, weil mein Lieblingscharakter, die höhnische, schlaue, listige und schadenfrohe Katze viel darin vorkam. Es tut mir zutiefst leid, dass die Weltbevölkerung diese wundervolle Episode seit heute morgen schon nicht mehr streamen kann..
Aber das wird schon wieder.
   Shaun The Sheep - shaun-the-sheep Wallpaper


Ich esse jetzt das Ei.
Oder vielleicht auch nicht. Mal sehen.▼